Hochverfügbare HMI Systeme

Redundanz und Ausfallsicherheit für mehr Produktivität

Beschreibung

Hinsichtlich der Verfügbarkeit von HMI-Systemen bietet Siemens skalierbare Lösungen, die sich nahtlos in die Architektur hochverfügbarer Systeme einfügen lassen. Während die hochverfügbaren Controller direkt die Ausfallsicherheit  von Maschinen und Anlagen erhöhen, stellen hochverfügbare HMI-Systeme die Bedienbarkeit zu jedem Zeitpunkt sicher. Der Schlüssel dazu ist die Unterstützung redundanter Architekturen und Kommunikationswege.

Schon das PROFINET Interface der neuen SIMATIC HMI Bediengeräte erlaubt dank integriertem 2-Port-Switch  und der Unterstützung des Media-Redundancy-Protocols (MRP) den Aufbau unterbrechungsfreier Ringtopologien, so dass der Ausfall eines Knotens im Ring nicht zum Zusammenbruch der Kommunikation führt.

SIMATIC IPCs mit integrierten RAID-Controllern bieten weitgehenden Schutz vor Datenverlusten bei Festplattenausfall. Jeder Schreibvorgang auf eine Festplatte des PCs wird parallell auf einer Spiegelplatte ausgeführt, so dass zu jedem Zeitpunkt identische Festplatteninhalte zur Verfügung stehen. Der gleichzeitige Ausfall beider Festplatten ist eher unwahrscheinlich.  Im Falle eines Problems mit einer Festplatte, arbeitet die Applikation unterbrechungsfrei weiter.
Die Funktionen der "Produktivplatte" werden von der Spiegel-Platte übernommen. Der Anwender kann bis zu einem selbstdefinierten Servicezeitpunkt weiterarbeiten, um dann die fehlerhafte Festplatte auszutauschen.

Auf der Ebene der Prozessvisualisierungssoftware unterstützen sowohl  SIMATIC WinCC als auch SIMATIC WinCC Open Architecture den Aufbau redundanter Systemkonfigurationen (Clients und Server) für eine kontinuierliche Bedienung und lückenlose Datenintegrität.

Redundanzlösungen mit SIMATIC WinCC V7

Mit der Option WinCC/Redundancy erhält man die Möglichkeit, zwei gekoppelte WinCC Server-PCs parallel so zu betreiben, dass sie sich gegenseitig überwachen. Bei Ausfall eines der beiden Server-Rechner übernimmt der zweite Server die Kontrolle über das gesamte System. Nach der Rückkehr des ausgefallenen Servers werden die Inhalte aller Meldungs- und Prozesswertarchive zum wiedergekehrten Server automatisch abgeglichen. Die automatische Umschaltung auf den Redundanzpartner erfolgt nicht nur bei ausgefallenem Server, sondern auch bei einer gestörten Prozesskommunikation.


Redundanzlösungen mit SIMATIC WinCC Open Architecture

Wenn bereits kurze Ausfälle zu erheblichen Kosten und Problemen führen, ist höchste Anlagenverfügbarkeit und Ausfallsicherheit erforderlich. WinCC Open Architecture realisiert diese Ausfallsicherheit durch Hot-Standby Redundanz und das Disaster Recovery System. Bei Ausfall einer Einheit wird so die weitere Betriebsführung ohne jede Beeinträchtigung garantiert. Der Verlust von Daten und die damit verbundenen Probleme werden wirkungsvoll vermieden.

Hot-Standby Redundanz
Dabei handelt es sich um eine Lösung, die aus zwei miteinander verbundenen Serversystemen besteht. Beide Server sind ständig in Betrieb und unterliegen der gleichen funktionsbedingten Beanspruchung. Es ist jedoch immer nur ein Server aktiv, der zweite gleicht die Daten zur Laufzeit mit der Primäreinheit ab. Bei Ausfall einer Einheit erfolgt ein „fliegender Wechsel“ und der bis dahin passive Server übernimmt den Führungsbetrieb.

Disaster Recovery System
Das Disaster Recovery System erweitert die einfache Redundanz um ein zweites redundantes System, auf welches im Störfall (z.B. Brand oder Explosion im Gebäude des Primärsystems) umgeschaltet werden kann. Durch diese zusätzliche örtliche Redundanz erhält man ein Höchstmaß an Ausfallsicherheit.