MVRC

Beschreibung

Für die Realisierung von DPM Rückverfolgbarkeitsanwendungen sind vier Schlüsselelemente erforderlich: Markieren (Marking), Verifizierung (Verification), Lesen (Reading) und Kommunikation (Communication) – MVRC. Siemens bietet für alle Schlüsselelemente entsprechende Produkte, Systeme und Unterstützung für die Applikationserstellung an.

Was bedeutet MVRC?

  • Markieren (Marking): Aufbringen der Codierung direkt am Objekt (DPM)

  • Verifizieren (Verifying): Kontrolle der Güte von Markierungen am Objekt

  • Identifizieren (Reading): Lesen in der Produktion oder im Servicefall

  • Melden (Communication): Visualisieren und Interpretieren der Leseergebnisse


Marking

Die Markierung eines Produktes findet meist zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Produktionsprozesses statt, um alle nachfolgenden Schritte anhand der Identität des Produktes steuern zu können. Für die Markierung wird meist das so genannte Direct Part Marking (DPM) eingesetzt.

Verification

Mit Hilfe von Verifizier-Systemen kann die Lesbarkeit von Markierungen, trotz eventueller Verschmutzungen oder beim Einsatz unterschiedlicher Lesegeräte, über den gesamten Produktionsprozess sichergestellt werden. Zudem kann über den Produktionsprozess hinaus die Lesbarkeit der Markierung über den gesamten Lebenslauf eines Produkts überwacht werden.

Reading

Wenn es auf einfache Anwendung und sichere Funktion ankommt, müssen die Lesegeräte eine große Flexibilität bezüglich Bauform, Schnittstellen usw. aufweisen, um die unterschiedlichen branchenspezifischen Anforderungen zu erfüllen.

Communication

Für die Kommunikation zwischen Lesegerät und Prozesssteuerung verfügen die Lesegeräte standardmäßig über verschiedene Schnittstellen wie PROFIBUS, PROFINET, Ethernet, RS232 sowie erweiterte digitale Ein- und Ausgänge. Diese garantieren nicht nur die schnelle und sichere Übertragung des Trigger-Signals zum Start des Lesens, sondern auch die schnelle und zuverlässige Übertragung des Leseergebnisses.

Was versteht man unter Direct Part Marking (DPM)?

Direct Part Marking (DPM) bezeichnet das Aufbringen einer Markierung direkt auf die Oberfläche eines Produktes ohne Verwendung eines separaten Trägermaterials wie z.B. eines Klebeetikettes. Damit ist es möglich, Produkte in der Fertigung zu identifizieren und nach der Auslieferung weiter zu verfolgen. Mit den so genannten 2D-Codes steht seit einigen Jahren ein Codierverfahren zur Verfügung, das diesen Bedürfnissen der Anwender Rechnung trägt. 2D-Codes bestehen aus leicht zu realisierenden, punktförmigen Grundelementen. Herausragend in Bezug auf Dauerhaftigkeit, Markiergeschwindigkeit und Materialunabhängigkeit sind dabei die Technologien Laser- und Nadelmarkierung. Aufgrund der mechanischen Verformung sind z.B. bei metallischen Werkstücken 2D-Codes auch nach mehreren Bearbeitungsschritten noch durch 2D-Lesegeräte sicher erkennbar. 2D-Codes bieten zudem den Vorteil, Daten auf geringerem Raum als bei vergleichbaren Barcodes oder Klarschriften codieren zu können.