Für jede Herausforderung die richtigen Lösungen

SCALANCE und RUGGEDCOM: leistungsstarke Netzwerkkomponenten für jede Anwendung

Egal ob Sie fehlerfreie Kommunikation auch bei starken elektromagnetischen Störungen, extremen Temperaturen und über weite Strecken brauchen, oder ob es um schnelle, effiziente Datenübertragung von der Prozess- bis zur Unternehmensebene geht:  Mit unserem umfassenden Portfolio an Netzwerkkomponenten und unserem Know-how in industrieller Kommunikation können wir auf jede Kundenanforderung eingehen – auch bei speziellen Applikationen.

Drahtlos sicher - RCoax-Lösung macht’s möglich

Drahtlos sicher - RCoax-Lösung macht’s möglich

Attraktionen mit mehreren Millionen Besuchern pro Saison erfordern in Freizeitparks modernste Technik, die besonders bei Personenbeförderung 100% zuverlässig funktionieren muss, damit ein Besuch störungsfrei ablaufen kann. Für die vorgeschriebene Sicherheit auf schienengeführten „Rundflügen“ sorgt Siemens – und zwar mit industrieller Automatisierungstechnik samt drahtloser Kommunikation.

Mit Industrial Wireless LAN-Technik (IWLAN) werden drahtlos gesteuerte Fahrzeuge über eine lückenlose Funkabdeckung in Echtzeit sicher gelenkt – und das auch im Outdoor-Einsatz bei Wind und Wetter. Der Leckwellenleiter RCoax wird entlang der Strecke verlegt, die bewegte Teilnehmer passieren, z.B. in der Schiene einer Elektrohängebahn. Durch seine spezielle Strahlungscharakteristik stellt er eine als Kabel verlegbare Antenne dar, die ein zuverlässiges Funkfeld auch dort gewährleistet, wo es mit Rundstrahl- oder Richtantennen kompliziert werden würde.

In Deutschlands größten saisonalen Freizeitpark EUROPA-PARK Rust in Freiburg macht eine RCoax-Lösung Leonardo da Vincis größten Traum fliegen zu können wahr. Eine seiner Ideen dazu: die Flugspirale, ein Vorläufer des Helikopters. Auch wenn seine Technik damals scheiterte, im Europa-Park wurden die Flugapparate jetzt doch noch Realität – und zwar mit der Familienattraktion „Volo da Vinci“.

Fehlersichere IWLAN-Kommunikation

Die Hauptsteuerung ist eine PROFINET-fähige, fehlersichere SIMATIC S7‑300F im zentralen Schaltschrank im Technikraum von „Volo da Vinci“. Diese kommuniziert über ein Industrial Wireless LAN-System (IWLAN) drahtlos und fehlersicher mit Steuerungen und Antrieben in den einzelnen Gondeln. Entlang der gesamten Fahrstrecke sind dabei unterschiedlich lange Antennensegmente verlegt, was einen störungsfreien Datenstrom zwischen Hauptsteuerung und Fahrzeugen ermöglicht.

Gegenstück in dezentralen Schaltkästen an den Gondeln sind IWLAN Clients, die automatisch mit den jeweils nächst gelegenen Antennen auf der Strecke kommunizieren. Dadurch wird die Nutzung des jeweils stärksten WLAN-Signals sicher gestellt. Auch an Segmentübergängen oder beim Durchfahren der Ausschleusweiche im Bahnhof ist unterbrechungsfreie Kommunikation gewährleistet.

Die Position der Gondeln auf der Fahrstrecke wird über spezielle Codeleser erfasst und via PROFINET und IWLAN zur zentralen Sicherheitssteuerung übertragen. Diese prüft die Werte auf Plausibilität, überwacht die vorgegebenen Mindestabstände und initiiert bei Bedarf die vorgeschriebenen Sicherheitsmechanismen und bremst die entsprechenden Gondeln bei Bedarf ab. Dabei werden auch die maximale Fahrgeschwindigkeit sowie die Fahrtrichtung kontrolliert. Über Schleifleiter gespeiste SITOP-Netzteile von Siemens versorgen die Ausrüstung der Gleiter zuverlässig mit Strom.

Ebenfalls von Siemens ist ein über Industrial Ethernet angebundenes SIMATIC Touch Panel im Schaffnerhäuschen – dem Leitstand – zum Bedienen und Beobachten der Anlage. Damit werden die Betriebszustände und Positionen der Gondeln im laufenden Betrieb angezeigt. Außerdem können damit auch einzelne Gondeln angewählt und gezielt verfahren werden, beispielsweise in den Wartungs- und Reserveplatz.


Zuverlässiger Betrieb vom ersten Tag an

„Das neue und erste IWLAN-basierte Steuerungssystem im Europa-Park läuft seit der Inbetriebnahme von „Volo da Vinci“ im vergangenen Sommer besser und stabiler als wir das bei der ersten Anwendung erwartet hätten“, sagt der Leiter Elektrotechnik im Europa Park, Markus Spoth. „Es gab von der Anlaufphase bis heute keinen einzigen auf die IWLAN-Technik zurückzuführenden Ausfall. Weder bei höheren Außentemperaturen im Sommer, bei Nässe im Herbst, noch bei Kälte im Winter, so dass wir mit der Lösung und der Umsetzung sehr zufrieden sind.“