Automatischer Lastabwurf

Der automatische Lastabwurf sorgt für die sichere Versorgung des Industrienetzes auch in kritischen Situationen

Lastabwurf

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    Automatischer Lastabwurf:
    Kernprozesse ausfallsicher mit Strom versorgen
    Der automatische Lastabwurf stabilisiert bei Überlast durch eine priorisierte Abschaltung von Verbrauchern die Stromversorgung von großen Industrieanlagen – und stellt so sicher, dass die Kernprozesse auch in kritischen Situationen mit Energie versorgt und teure Ausfallzeiten vermieden werden. Die Funktion ist besonders wichtig, wenn die Netzstabilität durch kritische Ereignisse gefährdet ist: Dann werden Verbraucher niedriger Priorität abgeschaltet, um ein Gleichgewicht zwischen Energieerzeugung- und verbrauch wiederherzustellen.
     
    Auf jedes Szenario vorbereitet
    Um das Netz jederzeit stabil zu halten, berechnet der automatische Lastabwurf bereits im Vorfeld für alle denkbaren Störungsmuster, welche Verbraucher abgeschaltet werden müssen. Im Störungsfall erkennt das System, welches Szenario vorliegt – und schaltet die entsprechenden Verbraucher in weniger als einer zehntel Sekunde ab.



    Der leistungsbasierte Lastabwurf berechnet laufend die nötigen Reaktionen für kritische Szenarien, die eintreten könnten, und ist damit immer auf Eventualitäten vorbereitet. Dieser prädiktive Ansatz wird sowohl zum schnellen Lastabwurf als auch zur Blockierung großer Lasten genutzt.

    Schneller, leistungsbasierter Lastabwurf
    Kritische Ereignisse wie die Verbindungstrennung zum externen EVU-Netz oder der Ausfall eines Generators im Inselbetrieb erfordern schnellstmöglich einen Lastabwurf,
    um den kurzfristigen Abfall der Netzfrequenz zu begrenzen und ein Ansprechen des Unter-Frequenz-Schutzes zu vermeiden. Dabei wird aber nur so viel Last abgeworfen,
    wie notwendig ist, um die Nenn-Frequenz wiederherzustellen.
     
    Dynamischer, leistungsbasierter Lastabwurf
    Im stabilen Inselbetrieb beziehen Verbraucher je nach Bedarf verschieden hohe Leistung. Diese Schwankungen gleicht die Primärregelung der eigenen Turbinen aus.
    Steigt der Leistungsbedarf, wird auch die drehende Reserve kleiner – und mit ihr die Möglichkeit, weitere große Verbraucher zuzuschalten. Der dynamische Lastabwurf
    überwacht die drehende Reserve auf einen definierten Grenzwert: Während kurzfristige Überschreitungen zulässig sind, wird bei länger andauernden Last abgeworfen, um die gewünschte Reserve wiederherzustellen. Ergänzend hierzu werden sehr große Verbraucher, die sich im Ruhezustand befinden, im Inselbetrieb überwacht: Sinkt die drehende Reserve unter deren Einschaltleistung, unterbindet ein Signal von vornherein, dass ein großer Verbraucher eingeschaltet wird – und vermeidet so präventiv eine Netzüberlastung. 
       
    Frequenzbasierter Lastabwurf
    Diese Funktion steht sowohl als eigenständige Hauptfunktion für einfache Anwendungen als auch als Reservefunktion für den schnellen, leistungsabhängigen Lastabwurf
    zur Verfügung. Sie überwacht, ob die Frequenz Grenzwerte unterschreitet – und wirft bei Bedarf unabhängig vom Leitsystem vordefinierte Lasten ab. Sie wirkt sogar bei Mehrfach-Fehlern im Netz und wirft auch bei abgeschaltetem Zentralgerät zuverlässig ab.
       
    Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
    Die ENEAS-Lösung für den Lastabwurf eignet sich für den Einsatz in kompakten und umfangreichen Netzen, unabhängig davon, ob diese eine oder mehrere Schaltanlagen
    beinhalten – in Neuanlagen ebenso wie bei der Modernisierung bestehender Anlagen. Selbst für den Fall, dass eine breite Verdrahtung der wichtigsten Signale zu einem
    zentralen Punkt in der Anlage vorliegt, steht eine Variante der Konfiguration als effiziente Lösung bereit.



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