S7-300 Signalbaugruppen

Baugruppenspektrum

Beschreibung

Signalbaugruppen sind die Schnittstelle der SIMATIC S7-300 zum Prozess. Das vielseitige Baugruppenspektrum der S7-300 ermöglicht die modulare Anpassung an die unter-schiedlichsten Aufgaben. Die S7-300 unterstützt vielfältige technologische Aufgaben-stellungen und bietet umfangreiche Kommunikationsmöglichkeiten.
Neben den CPUs mit integrierten Funktionen und Schnittstellen gibt es ein breites Spektrum spezieller Baugruppen in S7-300 Aufbautechnik für Technologie und Kommunikation.

Nutzen

  • Einfache Montage

Der Anschluss der Sensoren/Aktoren erfolgt über Frontstecker.
Diese gibt es für folgende Anschlusstechniken:
- Schraubanschluss
- Federzug
- Fast Connect (Schneid-/Klemmtechnik)

Bei Baugruppentausch wird einfach der Stecker auf die neue Baugruppe gleichen Typs gesteckt, die Verdrahtung bleibt erhalten.
Die Codierung des Frontsteckers verhindert Verwechslungen.

  • Schneller Anschluss

Noch einfacher und schneller wird der Anschluss mit SIMATIC OP connect (nicht für die Onboard-Peripherie der Kompakt-CPUs). Zur Auswahl stehen vorkonfektionierte Frontstecker mit Einzeladern und ein komplett steckbares Baukastensystem, bestehend aus Frontsteckmodul, Verbindungsleitung und Klemmblock.

  • Hohe Packungsdichte

Die hohe Anzahl an Kanälen auf den Baugruppen ist ein Grund für den Platz sparenden Aufbau der S7-300. Es sind Baugruppen mit 8 bis 64 Kanälen (digital) bzw. 2 bis 8 Kanälen (analog) je Baugruppe verfügbar.

  • Einfache Parametrierung

Konfiguration und Parametrierung der Baugruppen erfolgt über STEP 7, umständliche Schaltereinstellungen entfallen. Die Daten werden zentral abgelegt und nach einem Baugruppentausch automatisch auf die neue Baugruppe übertragen, sodass Einstellungsfehler entfallen. Zum Einsatz neuer Baugruppen ist keine Software-Hochrüstung nötig. Einmal durchgeführte Projektierungen sind, z.B. für Serienmaschinen, beliebig oft identisch wiederholbar.

Aufbau und Funktion

Eine Vielzahl unterschiedlicher digitaler und analoger Baugruppen stellen genau die Ein-/
Ausgänge zur Verfügung, die für die jeweilige Aufgabe erforderlich sind. Die Digital- und Analogbaugruppen unterscheiden sich in Kanalzahl, Spannungs- und Strombereich, Potentialtrennung, Diagnose- und Alarmfähigkeit etc. 
In allen hier genannten Baugruppenspektren stehen auch SIPLUS-Komponenten für erweiterten Temperaturbereich (-25...+60°C) und aggressive Atmosphäre oder Betauung zur Verfügung.

Diagnose, Alarme

Viele Baugruppen überwachen zusätzlich die Signalerfassung (Diagnose) und die Signale aus dem Prozess (Prozessalarm). Somit kann auf Prozessfehler, z.B. Drahtbruch oder Kurzschluss und auf jedes Prozessereignis, z.B. steigende oder fallende Flanke an einem digitalen Eingang umgehend reagiert werden. Ob die Steuerung reagiert und wie die Reaktion erfolgt, kann in STEP 7 parametriert werden.

Sonderbaugruppen

Für Test und Simulation kann die Simulationsbaugruppe in die S7-300 gesteckt werden.
Sie ermöglicht die Simulation von Gebersignalen über Schalter und zeigt Ausgangssignale über LEDs an.
Die Baugruppe kann ohne Rücksicht auf Steckplatzregeln überall gesteckt werden.
Die Platzhalterbaugruppe reserviert einen Einbauplatz für eine noch nicht projektierte Signalbaugruppe. Bei einem späteren Einbau der Baugruppe bleiben mechanischer Aufbau und die Adressbelegung/Adressvergabe des Gesamtaufbaus unverändert.

Technische Daten