TELEPERM M

Strategie

Das Leitsystem TELEPERM M hat in den 1980er Jahren Maßstäbe gesetzt, und während in vielen Anlagen die Controller AS 235/AS 488 noch heute zuverlässig ihren Dienst versehen, entsprechen die ursprünglichen OS-Systeme wie OS 265 oder OS 525 meist nicht mehr den heutigen Anforderungen – weder in Bezug auf Darstellung und Benutzerführung, noch im Hinblick auf Offenheit in Richtung MES- oder ERP-Systeme. Ziel einer Migration ist es, die vorhandene installierte Basis schrittweise und ohne Systembruch zu modernisieren und gleichzeitig die bereits getätigten Investitionen möglichst langfristig zu sichern. Zu diesem Zweck bietet Siemens seinen Kunden bereits seit 1996 optimierte Migrationslösungen für den Übergang von TELEPERM M zu SIMATIC PCS 7 an.

Die Palette der Migrationsprodukte umfasst neben Hardware- und Softwarekomponenten auch Dienstleistungen für die Umsetzung der Applikationssoftware, die Umrüstung vor Ort oder die Migration einer ganzen Anlage.

Vorgehen

Anfangs konzentrierten sich die Kunden bei der Migration auf die schrittweise Modernisierung und die funktionelle Erweiterung einzelner Komponenten des bestehenden TELEPERM M-Systems:

  • OS-Migration TELEPERM M: Austausch von Bedien- und Beobachtungssystemen OS 252, OS 262, OS 265, OS 520 oder OS 525 durch Operator Systeme WinCC/TM-OS bzw. PCS7/TM-OS 

  • Anlagenerweiterung mit SIMATIC PCS 7 / Zusammenführen von TELEPERM M und SIMATIC PCS 7

  • Auswechseln der Controller-Ebene: Austausch der Automatisierungssysteme AS 220, AS 230 und AS 235 gegen zukunftssichere Automatisierungssysteme AS 388/TM und AS 488/TM bei Erhalt vorhandener Applikationssoftware und TELEPERM M E/A-Peripherie

  • Komplettaustausch der TELEPERM M Komponenten und damit die direkte Migration von TELEPERM M zu SIMATIC PCS 7.


OS-Migration TELEPERM M

PCS 7/TM OS bietet die Antwort auf die speziellen Modernisierungsanforderungen der Bedien- und Beobachtungssysteme: Hier ersetzt ein modernes OS die in die Jahre gekommenen OS 262, OS 265 und OS 520/525. Automatisierungssystem und Feldanschlussebene bleiben unverändert. Die OS-Projektierungsdaten können tool-gestützt umgesetzt werden, Anwender erhalten das aktuelle Bediensystem von SIMATIC PCS 7 mit einer durchgängigen Anpassung an Kommunikation und Funktionalität von TELEPERM M.

Anlagenerweiterung mit SIMATIC PCS 7

Bei Anlagenerweiterungen werden heute ausschließlich Systemkomponenten von SIMATIC PCS 7 eingesetzt, bereits vorhandene TELEPERM M E/A-Peripherie wird parallel weiterbetrieben. Wenn Alt- und Neusystem unter einer gemeinsamen neuen OS-Ebene zusammengefasst werden, kann das Bedienpersonal von dem einheitlichen Look & Feel für beide Systeme profitieren.

Anlagenerweiterung und Zusammenführen von TELEPERM M und SIMATIC PCS 7 Anlagenteilen sind möglich über: 

  • Gemeinsames Bedienen und Beobachten über zweikanaliges OS (PCS 7 und TM)

  • Gateway zur AS-AS-Kommunikation


Austausch der Controller-Ebene

Prozessperipherie und Automatisierungsebene stellen mit Baugruppen, Verdrahtungen, Stromversorgung und Applikationssoftware einen hohen Wert dar, den es zu erhalten gilt. Dieses Bestreben wird durch das Migrationspaket PCS 7/TM-EA und die im Kontext dazu angebotenen Umrüstungsdienstleistungen für den AS-Umbau vor Ort sowie für die Umsetzung der Anwenderstruktur des TELEPERM M Automatisierungssystems in eine SIMATIC PCS 7 Struktur in hervorragender Weise unterstützt.

AS-Migration bedeutet den weitgehenden Erhalt des über viele Jahre optimierten Engineerings: 

  • Tool-gestützte Konvertierung der Engineeringdaten mit leistungsfähigen Software-Werkzeugen durch erfahrene Migrationsexperten

  • Umsetzung in beliebige Zielbibliotheken und Standards

  • Alle SIMATIC PCS 7 Funktionen sind nutzbar


Komplettaustausch

Um sofort von allen Vorzügen des Prozessleitsystems SIMATIC PCS 7 zu profitieren und zukünftige Engpässe bei Ersatzteilen der TELEPERM M Systeme zu vermeiden, kann eine umfassende Modernisierung in einem Schritt durchaus sinnvoll sein.
Hierbei wird das TELEPERM M System durch das moderne Leitsystem SIMATIC PCS 7 inklusive der Peripheriebaugruppen ersetzt – gegebenenfalls auch im laufenden Betrieb, um Produktionsausfälle zu vermeiden. Siemens bietet dazu verschiedene Varianten an, bei denen entweder TELEPERM M E/A-Baugruppen im Schaltschrank durch ET 200 Baugruppen ersetzt werden oder Adapter zum Einsatz kommen.

Vorteile einer Migration zu SIMATIC PCS 7

Die Migration eines Altsystems zu SIMATIC PCS 7 zahlt sich gleich mehrfach aus: Sie sichert den Fortbestand von Leittechnikinvestitionen, macht die Anlagen effizienter und produktiver und verlängert ihre Lebensdauer kosteneffektiv. Weitere Vorteile, die überzeugen: 

  • Komplette Übernahme von über Jahre hinweg optimierten Engineeringdaten möglich

  • Schrittweise oder vollständige Modernisierung der Anlage

  • Zukunftssicherheit durch den Einsatz eines modernen und flexiblen Leitsystems

  • Moderne Technik senkt das Risiko von Anlagenstillständen

  • Produktivitätssteigerung durch höhere Verfügbarkeit des neuen Prozessleitsystems

  • Reduzierte Kosten bei Ersatzteilhaltung und Wartung

  • Investitionssicherheit durch das Konzept von Totally Integrated Automation (TIA)

  • Der Einsatz von SIMATIC PCS 7 erhöht die Produktionsleistung durch Aufdecken des Prozessoptimierungs-Potenzials

  • Ressourcenoptimierung und Qualitätsverbesserung durch die Erhöhung von Informationsdichte und -qualität

  • SIMATIC PCS 7 schafft die Basis zur Anbindung an ein Manufacturing Execution System (MES)