Process Device Manager (PDM)

SIMATIC PDM ist ein universelles, herstellerneutrales Werkzeug zur Projektierung, Parametrierung, Inbetriebsetzung, Diagnose und Wartung von intelligenten Feldgeräten (Sensoren und Aktoren) und Feldkomponenten (Remote I/Os, Multiplexer, Wartengeräte, Kompaktregler). Eine Vielzahl von Feldgeräten unterschiedlicher Hersteller können unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche bedient und beobachtet werden.
 
SIMATIC PDM kann vielfältig in verschiedenen Skalierungsstufen eingesetzt werden:

  • Als Service- und Diagnosewerkzeug in der Stand-alone-Variante

  • Integriert in die Engeneering Stationen des Prozessleitsystems SIMATIC PCS 7

  • Integriert in das Engeneering-Werkzeug Step 7 von SIMATIC S 7

  • Integriert in Maintenance Station SIMATIC PCS 7

  • Integriert in SIMATIC Maintenance Station PDM


 

Die Darstellung der Geräteparameter und -funktionen ist für alle unterstützten Geräte einheitlich und unabhängig von deren Kommunikationsanbindung. Unter dem Aspekt der Geräteintegration ist SIMATIC PDM der leistungsfähigste offene Process Device Manager am Weltmarkt. Bisher noch nicht unterstützte Geräte können jederzeit einfach durch den Import ihrer Gerätebeschreibungen (EDD) bzw. Gerätebeschreibungspakete (FDI)  in SIMATIC PDM integriert werden. Dies gibt Sicherheit und spart Investitions-, Ausbildungs- und Folgekosten.

PROFINET hält Einzug in die Feldebene

PROFINET ist ein offener und herstellerunabhängiger Industrial Ethernet-Standard und steht für höchste Transparenz, offene IT-Kommunikation, Netzwerksicherheit und gleichzeitige Echtzeitkommunikation. Mit SIMATIC PDM ist es möglich Feldgeräte mit PROFINET-Kommunikationsschnittstellen oder Feldgeräte mit anderen Kommunikationsschnittstellen – die über PROFINET Proxys, Remote I/O-Stationen  oder Linkbaugruppen kommunizieren – zu bearbeiten.

Beispiele hierfür sind:

  • Das Motormanagementsystem SIMOCODE Pro als PROFINET-Feldgerät

  • Mit SIMATIC PDM ist es nun möglich, Feldgeräte zu parametrieren, die über PROFINET an der dezentralen Peripherie SIMATIC CFU (Compact Field Unit) angeschlossen sind. Über PROFINET an die CFU angeschlossene PROFIBUS PA-Feldgeräte können über SIMATIC PDM bearbeitet oder parametriert werden

  • Die Remote I/O-Station SIMATIC ET 200SP HA ermöglicht es angeschlossene HART-Feldgeräte zu bearbeiten

  • Der IE/PB PN IO-Link ermöglicht es PROFIBUS PA-Feldgeräte zu bearbeiten, die über PROFINET an die CFU angeschlossen sind


SIMATIC PDM unterstützt neben PROFINET weiterhin unterschiedliche Kommunikationsarten, wie PROFUBUS DP / PA, HART, FF, Modbus und Ethernet, und ist daher optimal auf die verschiedenen Anwendungsfälle in Produktionsanlagen eingestellt.

Effektive Mengenoperation – das kann nur Siemens

Ein weiteres Highlight von SIMATIC PDM ist die Mengenoperations-Funktion. Mit dieser kann der Bediener nun eine Arbeitsliste für viele Feldgeräte aus verschiedenen Funktionen erstellen, die SIMATIC PDM selbstständig und teilweise parallel abarbeitet. Einheitliche Aufgaben bzw. Arbeitsschritte können nun auf mehrere Feldgeräte gleichzeitig angewendet werden. Die Möglichkeiten gehen dabei soweit, dass beispielsweise für ein entsprechendes Feldgerät mehrere Funktionen nacheinander bearbeitet werden können. Das steigert die Performance und spart Zeit und Kosten.

Mengenoperationen können für folgenden SIMATIC PDM-Systemfunktionen ausgeführt werden:

  • Lesen und Schreiben von Geräteparametern

  • Diagnoseaktualisierung

  • Ex- und Importfunktionen

  • Setzen und Rücksetzen des projektspezifischen Schreibschutz


Mit SIMATIC PDM ist es sehr einfach einzelne Parameter eines Feldgerätes auf beliebig viele Feldgeräte des gleichen Typs zu übertragen. Dies spart Zeit und ist sehr effektiv.

FDI Host

SIMATIC PDM ist fit für die Zukunft. Als FDI Host kann SIMATIC PDM nun auch Feldgeräte bearbeiten, die in der neuen standardisierten FDI-Integrations-Technologie beschrieben sind (Field Device Integration). Die Integration, Bearbeitung und Darstellung der über FDI-Gerätebeschreibungspakete beschrieben Feldgeräte in SIMATIC PDM erfolgt gleichartig zu den bisher verwendeten Integrationstechnologien. Damit ist für den Anwender ein „stoßfreier“ Übergang zu dieser neuen und innovativen Technologie gewährleistet – ohne die Notwendigkeit bereits verwendete Feldgeräte auszutauschen oder ihre Gerätebeschreibungen zu ändern bzw. Automatisierungsprojekte anzupassen. Der Kunde profitiert von einem Investitionsschutz seiner bestehenden Anlagen.