Die Advanced Process Library (APL) ist die Standardbibliothek von SIMATIC PCS 7 zur Realisierung von Automatisierungs- und prozessleittechnischen Aufgabenstellungen. Sie basiert auf langjährigen Erfahrungen von Projekteuren und Anlagenbetreibern und berücksichtigt aktuelle NAMUR-Empfehlungen und PNO-Spezifikationen.

Im Wesentlichen sind die Funktionen der APL wie folgt kategorisierbar:

  • Kanalbausteine für Standard Signale (z.B. Analog-Ein, Analog-Aus, Digital-Ein, Digital-Aus) und für Feldbus Signale

  • Bausteine für die Integration von Antrieben und Motor-Management-Startern (z. B. SIMOCODE oder SINAMICS)

  • Technologische Funktionsbausteine wie beispielsweise Motoren, Ventile, Messwerte, Regelungen, Bedienbausteine, Zähler, Verriegelungen etc.

  • Höherwertige Regelungsfunktionen – Advanced Process Control (APC) wie Gain-Scheduler, PID-Tuner, Smith-Predictor oder Model-Predictive-Controls

  • Maintenance-Bausteine für Meldeunterdrückung und Wartungsmeldungen

  • Systembausteine z. B. zur Stellwert- / Koeffizienten-Berechnung oder Konvertierungsbausteine

  • Logik-Bausteine (analog, binär, mathematische Funktionen)

  • Baustein-Symbole und Faceplates für Visualisierung und Bedienen & Beobachten

Die Funktionsbausteine erlauben ein einfaches und schnelles Engineering. Der Signalstatus wird dabei konsequent zusammen mit dem Wert eines Signals mitgeführt. Aussagen über die Güte des dargestellten Wertes lassen sich über Anzeigen auf der Operator Station jederzeit treffen. Die Bildbausteine sind an die Bedürfnisse des Bedienpersonals angepasst, was neben einer optimalen Bedienung des Prozesses auch eine gute Übersicht über den Anlagenstatus ermöglicht. Mit diesen anwendernahen APC Funktionen sind anspruchsvolle APC-Anwendungen bei kleinen und mittelgroßen Anlagen einfach und kosteneffektiv realisierbar.


Neu in Version 8.2

Messstellen-Browser

Verfahrenstechnische Anlagen verfügen oft über Hunderte, wenn nicht Tausende von Messstellen. Für eine gezielte Suche nach bestimmten Messstellen und dazugehöriger Anlageninformationen eignet sich der Messstellen-Browser. Er zeigt dem Bediener eine Liste mit sämtlichen Messstellen eines oder mehrerer Anlagenbereiche, für die er berechtigt ist, an. Die Liste lässt sich sortieren und filtern. Damit findet der Anwender z. B. sämtliche Messstellen, die sich im Zustand „Wartungsbedarf“ befinden. Die Ergebnisse können ausgedruckt oder gespeichert werden. Mit dieser zusätzlichen Übersicht sind systematische Anlagenoptimierung einfach möglich: Aus den Ergebnissen kann direkt in das entsprechende Bedienbild gewechselt werden.

Neu in Version 8.2

Trendkurven

Für eine optimale Anlagenführung sind oft nicht nur die aktuellen Ist-Werte einer Messstelle wichtig. Viel eher können erfahrene Bediener aus Trendkurven direkte Rückschlüsse auf den weiteren Prozessverlauf ziehen und entsprechend manuell nachregeln. Ab Einsatz der Advanced Process Library V8.2 können sich Anwender mit einem Klick direkt im Prozessbild den entsprechenden Trend einer Messstelle anzeigen lassen. Einheit und Wertebereich werden automatisch übernommen. Das Zeitintervall kann der Operator entweder vordefinieren oder über Auswahlmöglichkeiten verändern. Die Trends sind dann grafisch miteinander vergleichbar. So lassen sich Messstellen-Informationen mit einem Blick erfassen und Prozesse optimal fahren.