Effizientes Engineering

SIMATIC WinCC Open Architecture setzt durchgängig auf Objektorientierung bei Prozessbildern und der Datenbankstruktur. Dies ermöglicht ein effizientes und einfaches Massen-Engineering, also flotte Projekterstellungen mit vielen parallelen Ausarbeitungen. Durch die objektorientierten Eigenschaften und dessen konsequente und überlegte Nutzung verändert sich der Engineeringprozess. Einsparungen an Engineeringkosten von bis zu 70 % im Vergleich zu herkömmlichen Methoden sind oftmals möglich.

Engineering in SIMATIC WinCC Open Architecture

  • Objektorientierte Datenbanken und Grafiken

  • Flexibles Anlagenmodell ermöglicht die Darstellung von Anlagendatenpunkten mit
    verschiedenen flexiblen Hierarchien

  • Import und Export der Applikationsdaten

  • Hoher Grad an Standardisierung / Normierung

  • Umstellungen und Ergänzungen im laufenden Betrieb möglich

  • Erstellung eigener „smart“ Engineeringwerkzeuge

  • Realisierung weit verzweigter, heterogener Systeme

  • Mehr Komfort für den Projektanten und den Anwender


Datenpunktparametrierung in SIMATIC WinCC Open Architecture

Das flexible Datenpunktkonzept ist zentrales Element in SIMATIC WinCC Open Architecture. Externe wie interne Variablen, die Datenstrukturen von Geräten, Benutzerberechtigungen, das Aufschalten von Anlagenbildern oder Alarmen, alles wird über Datenpunkte abgewickelt.
Das sorgt für eine konsistente Behandlung und erlaubt zugleich eine flexible Anpassung an spezifische Problemstellungen.

  • Datenstrukturen sind intuitiv in einer Baumstruktur organisiert.

  • In übersichtlichen Parametrierpanels erfolgen die einzelnen Parametrierungen wie Meldebehandlung, Archivierung, Adressierung, etc.

  • Massenengineering erfolgt in MS Excel. Das Ein- und Ausspielen der Konfigurationsdaten erfolgt vollständig online.

  • Zur Laufzeit können Datenpunkte generiert und komplett konfiguriert werden. Hiermit ist die Realisierung von selbstparametrierenden Objekten möglich


Bilderstellung in SIMATIC WinCC Open Architecture

Für die Erstellung von Anlagenbildern (Panels) steht ein benutzerfreundlicher Grafikeditor (GEDI) zur Verfügung. Die komplette Parametrierung sowie das Anlegen und Löschen von Grafikobjekten und Datenpunkten erfolgt vollständig online im laufenden Betrieb.

Eigene Objekte (Referenzen) können vollkommen frei erstellt und völlig individuell den jeweiligen Anforderungen angepasst werden.

Die Ablage erfolgt in übersichtlichen Katalogen. Symbole werden aus dem Katalog selektiert und einfach per Drag & Drop in ein Anlagenbild gezogen. Beim Einsetzen in das Anlagenbild öffnet sich ein Parametrierdialog, der einerseits als Standard-Dialog andererseits als komplett frei erstellbarer Individualdialog ausgeführt sein kann.

Eine Fülle von mitgelieferten Standardsymbolen für häufige Aufgaben beim Projektieren und Visualisieren von Anlagen reduzieren wertvolle Entwicklungszeit. Ein umfassender ActiveX-Support (Zugriff auf Properties, Methoden und Events) erleichtert es, spezifische Aufgaben als vorgefertigte Lösungen zu integrieren.

Durch die Integration der aktuellen Version QT5 wird ein modernes und anspruchsvolles Benutzererlebnis möglich. Unter anderem wurden neue Widgets für 3D Balken, Trends und Tabellen hinzugefügt.

Layout Management „Responsive Design“
Zur automatischen Anpassung der Anzeigen an die Bildschirmgröße während der Laufzeit, wurde das Responsive Design eingeführt, welches im grafischen Editor schnell und einfach realisierbar ist.

Script Wizard
Mit dem Script Wizard können animierte und Ultralight Client kompatible Symbole (Referenzobjekte) und Anlagenbilder einfach ohne Programmierkenntnisse erstellt und animiert werden. Die Referenzobjekte können per Drag&Drop in einem Anlagenbild platziert und mit einem Datenpunkt verknüpft werden. Die Ultralight Client kompatiblen Panels können in allen gängigen Webbrowsern auf Desktop-PCs sowie auf mobilen Geräten dargestellt werden.
Um das Engineering zu vereinfachen gibt es ein vorinstalliertes Paket an Ultralight Client kompatiblen Symbolen welche mit verschiedenen Datentypen verknüpft werden können.

Unterstützung von Versionsverwaltungssystemen
Es wurde ein Versionsmanagement-Tool in den grafischen Editor integriert. Das Versionsverwaltungs-Tool SVN erhöht maßgeblich die Benutzerfreundlichkeit und ermöglicht ein einfaches und übersichtliches Projektengineering in großen Projektteams. SIMATIC WinCC Open Architecture unterstützt verschiedene Versionsverwaltungssysteme, die im grafischen Editor verwaltet und angewendet werden können.

Scriptsprache Control in SIMATIC WinCC Open Architecture

Zusätzlich zur einfachen Parametrierung über Dialoge per Mausklick ist SIMATIC WinCC Open Architecture mit einer leistungsfähigen Programmierumgebung ausgestattet, welche weit über übliches Scripting hinausgeht.
Das "Control" besitzt eine leicht verständliche, auf ANSI-C basierende Syntax und ist mit zahlreichen Funktionalitäten für alle Anforderungen moderner Leittechnik ausgestattet. Control verarbeitet einerseits Datenpunkte und steuert die Visualisierung der Prozeßzustände.

Die Scriptsprache Control ist als Interpreter ausgeführt, so dass der Anwender keine Compiler-Läufe oder Link-Vorgänge durchführen muss. Änderungen können somit sofort getestet werden. Das flexible Datenpunktkonzept wird optimal durch Control unterstützt.

  • Die Ausführung als Interpreter erlaubt online-Änderungen im laufenden Betrieb

  • Control unterstützt die gleichzeitige Verarbeitung mehrerer Programme (Multithreading)

  • Erweiterbar durch DLL's and Shared Libraries

  • Datenbankschnittstelle zu relationalen Datenbanken

  • Der integrierte Editor unterstützt die Programmierung durch Syntaxhighlighting, Funktionstool-Tip, Intellisence, Syntaxcheck, etc

  • Umfangreicher Debugger für die schnelle Fehlersuche