WinCC/Server

Aufbau eines verteilten SCADA-Systems

Beschreibung

Ein Mehrplatzsystem wird immer dann eingesetzt, wenn der gleiche Prozess an mehreren Bedienstationen überwacht werden soll. Mit Hilfe der Option werden mehrere Bedien- und Beobachtungsstationen koordiniert im Verbund mit vernetzten Automatisierungssystemen betrieben. Der Server versorgt die angeschlossene Clients mit Prozess- und Archivdaten, Meldungen, Bildern und Protokollen. Das Ergebnis eines Bedienereingriffs an einer Bedienstation z.B. die Änderung eines Wertes oder Meldungsquittierungen steht allen anderen Bedienstationen unmittelbar zur Verfügung.

Nutzen

  • Durchgängige Skalierbarkeit vom Einplatzsystem zur Client/Server-Lösung

  • Kostengünstige Lösung für SCADA-Applikationen höherer Komplexität

  • Aufwandsarme Konfigurierung verteilter Bedienstationen

  • Aufbau verteilter Client-/Server-Systeme mit bis zu 18 WinCC Servern. Clients bieten Zugriff auf alle Server in der Anlage

  • Konfiguration von Clients als abgesetzte Web-Server

  • Kostengünstige Projektierung am Client


Aufbau und Funktion

Über den Server erfolgt die Ankopplung an das Automatisierungssystem, die Kommunikation und Koordination der Clients und die gesamte Archivierung in der integrierten Microsoft SQL Datenbank. Die WinCC-Clients greifen direkt auf die Konfigurationsdaten des Servers zu. Über die Zugriffsrechte wird festgelegt, welche Funktionen oder Anlagenbereiche einem Bediener an einer Bedienstation zur Verfügung stehen. Die projektierten Berechtigungen sind benutzer-, nicht rechnergebunden. Sie gelten also für alle Bedienstationen mit dem gleichen Login.

Client Server Architektur mit WinCC/Server
Abb. Einfache Client-/Server-Konfiguration

Lizenzen
Für den Aufbau eines Mehrplatzsystems werden folgende Lizenzen benötigt:

  • Auf dem Server neben der WinCC RT Lizenz, zusätzlich auch die WinCC Server Lizenz

  • Auf jedem Client eine WinCC RT Client Lizenz.


Securityhinweis

Für den sicheren Betrieb einer Anlage oder Maschine ist es darüber hinaus notwendig, geeignete Schutzmaßnahmen (z.B. Zellenschutzkonzept) zu ergreifen und die Automatisierungs- und Antriebskomponenten in ein ganzheitliches Industrial Security-Konzept der gesamten Anlage oder Maschine zu integrieren, das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Dabei sind auch eingesetzte Produkte von anderen Herstellern zu berücksichtigen. Weitergehende Informationen finden Sie unter: http://www.siemens.com/industrialsecurity