Kristallisation

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Kontakt:

Volker Westphal 

Senior Account Manager

Tel.:  49 (69) 797-84530

 westphal.volker@siemens.com

Kristallisation

Die Kristallisation sowie Fällung als Spezialfall der Kristallisation sind als Prozess ganzheitlich zu betrachten. Obwohl das Verfahren durch die vergleichsweise geringen Enthalpieänderungen nebst niedrigen Temperaturen des flüssig/fest Phasenübergangs sehr schonend mit dem Produkt und der benötigten Prozessenergie umgeht, erfordert die Kristallisation zum besseren Prozessverständnis einen höheren experimentellen Aufwand als andere Trenntechniken.

Während bei der Destillation erforderliche Stoffdaten in Datenbanken erfasst bzw. leicht gemessen werden können und die Kolonnen auf Basis thermodynamisch ausgefeilter Modelle gut berechenbar sind, ist die Kristallisation anfänglich experimentell aufwändiger. Diese erfordert anfänglich eine experimentell zu erfassende Kenntnis der spezifischen Kristallwachstumsgeschwindigkeiten und Ermittlung der Prozessgrenzen.

Welche Temperaturen sind zu welchem Zeitpunkt minimal bzw. maximal erforderlich? Wie wirken sich Nebenkomponenten auf die Kristallwachstumsgeschwindigkeit und damit die erreichbare Reaktorleistung aus? Das Verfahren wird zudem von vielen apparativen Größen beeinflusst: Das Design der Mischer/Rührer ist nicht trivial, denn zu starkes Rühren kann sich ähnlich problematisch auswirken wie zu Schwaches. Wärmetauscher müssen passend ausgelegt werden, denn Wandtemperaturen und lokale Temperaturgradienten sind nicht nur für den Wärmeübergang von Bedeutung. Nicht zuletzt bestimmt die Auswahl des zur Problemstellung passenden Reaktors und der Anfahr- sowie ggf. erforderlichen Impfstrategie den Erfolg dieses Prozesses. Ist dieser Prozess jedoch einmal verstanden, so wird der Anwender mit reproduzierbar hohen Produktreinheiten bei zugleich niedrigen Energie- und Downstreamkosten nachhaltig belohnt.