Eigensichere Peripherie für den Ex-Bereich

Das dezentrale Peripheriesystem SIMATIC ET 200iSP ist die wirtschaftliche Lösung für den explosionsgefährdeten Bereich. Die eigensichere und modulare Peripherie ist besonders flexibel und aufwandsarm bei Engineering, Montage und Verkabelung.


Anwendungsbereich

Die SIMATIC ET 200iSP findet vor allem in der Prozessindustrie Verwendung und bietet optimale Integration in SIMATIC PCS 7 und andere Leitsysteme. Als eigensichere Peripherie ermöglicht sie die direkte Installation im explosionsgefährdeten Gas- und Staub-Bereich, d.h. in Zone 1 und 2 sowie 21 und 22;  Sensoren und Aktoren können direkt in Zone 0 sowie 20 liegen.
Für die SIMATIC ET 200iSP liegen umfangreiche Normen und Zulassungen vor.

SIMATIC ET 200iSP -Approvals and certificates

Nutzen

  • Individuelle Konfigurierung und flexible Erweiterung durch modularen Aufbau

  • Modultausch (Hot Swapping) und Konfigurationserweiterung (Configuration in Run) im laufenden Betrieb möglich

  • Signalseitig einbindbar mit HART ohne Einschränkung der Funktionalität

  • Umfangreiche Diagnosemöglichkeiten erleichtern die Inbetriebnahme und Fehlersuche

  • Betauungsfeste Baugruppen im Temperaturbereich -20° bis +70°

  • Volle Redundanz von PROFIBUS und Stromversorgung


Aufbau und Funktion

Die ET 200iSP besteht aus einem Terminalmodul für die Stromversorgungseinheit, sowie dem dazugehörigen Stromversorgungsmodul in Schutzart EEx d (druckfeste Kapselung), einem Terminalmodul für die PROFIBUS-Anschaltung sowie dem zugehörigen Interface- und Abschlussmodul. Weiterhin sind bis zu 32 Elektronikmodule pro Station steckbar, wobei diese beim erstmaligen Einsetzen mechanisch verwechselungssicher kodiert werden.

Der PROFIBUS ist durch einen geeigneten Feldbustrennübertrager (RS 485IS-Koppler) eigensicher in den Explosionsgefährdeten Bereich zu führen.

Die Montage der ET 200iSP erfolgt in wenigen Schritten:

  • Aufschnappen der Terminal-Module auf die robuste und bewährte S7-300-Profilschiene

  • Vorverdrahtung ohne Elektronikmodule mit Federzug oder Schraubanschlusstechnik, sowie

  • Werkzeugloses Aufstecken von Power Supply, Interfacemodul und Elektronikmodulen.

Durch den Einsatz der AC Stromversorgung mit einem Spannungsbereich von 85 - 264V kann eine deutliche Reduzierung der Stromleitungsquerschnitte erreicht werden. Dies führt bei den in Ex-Applikationen häufig vorhandenen langen Wegstrecken zur Zone 1 zu einer Kostenreduzierung beim Material und einer einfacheren Leitungsverlegung. Zusätzlich kann der Trafo für die sonst benötigte 24V Spannungsversorgung entfallen. 24V und 230V Varianten der Stromversorgung sind in einer Station mischbar. Darüber hinaus kann die Stromversorgung bei hochverfügbaren Lösungen auch redundant aufgebaut werden