SIMATIC ET 200MP - Interfacemodule

 Kopfbaugruppe der IO-Station und Verbindung zur SPS

Das Interfacemodul (IM) verbindet SIMATIC ET 200MP mit PROFINET oder PROFIBUS und tauscht die Daten zwischen übergelagerter Steuerung und den Peripheriemodulen aus.

ET 200MP ist insbesondere geeignet für den Einsatz in Anlagen mit großen und größten Mengengerüsten. Durch die Anbindung an PROFINET bzw. PROFIBUS kann die ET 200MP sowohl zentral im Schaltschrank aber auch dezentral in weit verzweigten Anlagen eingebaut werden.

Dazu können hinter den PROFINET IM-Baugruppen bis zu max. 30 Baugruppen betrieben werden (bei PROFIBUS max. 12 Baugruppen).

Aufbau und Funktion

Die PROFINET Funktion „Shared Device“ erlaubt eine logische Aufteilung großer Mengengerüste einer Station auf bis zu 2 bzw. 4 PROFINET IO Controller. Große Mengengerüste können hinter einer IM zusammengefasst werden, um die Daten anschließen logisch auf verschiedene IO Controller zu verteilen. Dies spart die Installation von Interface Modulen und somit Kosten.

Die ET 200MP unterstützt durchgängig die Funktionen MSI (Modular Shared Input) und MSO (Modular Shared Output). Bei MSI können die Eingangsdaten einer digitalen oder anlogen Eingabebaugruppe logisch auf bis zu vier IO-Controller (abhängig von IM-Type) gespiegelt werden.
Bei MSO können die Daten, die ein IO-Controller auf eine digitale oder analoge Ausgabebaugruppe schreibt, von bis zu 3 weiteren IO-Controllern zurück gelesen werden.
MSI/MSO helfen so, Verdrahtungsaufwand zu sparen. Außerdem wird die Kommunikation lediglich projektiert. Eine Programmierung von Kommunikationsbausteinen oder sonstigen Mechanismen ist nicht erforderlich. Das vereinfacht das SW-Engineering und verbessert die Pflege und Wartung des Anwenderprogramms erheblich. Auch können Änderungen und Anpassungen zu einem späteren Zeitpunkt ohne Rückwirkung auf das Anwenderprogramm einfach umgesetzt werden.

Durch die sog. „Nachbarschaftserkennung“ am PROFINET (LLDP) benötigen die ET 200MP Interface Module keine Memory Cards mehr. Dies vereinfacht die Handhabung der IM’s beim Tausch erheblich und spart zudem noch Kosten. Fällt ein IM aus, so kann es einfach entfernt werden und eine neues IM gesteckt werden. Durch die Nachbarschaftserkennung wir diesem neuen Modul automatisch die IP-Adresse und sein Name zugewiesen. Über das Konfigurationsmanagement („Optionenhandling“) können Anlagen in ihrem Maximalausbau projektiert werden und zu einem späteren Zeitpunkt, ohne Zuhilfenahme eines Engineeringtools erweitert werden. Hinzugefügte Optionen (Anlagenteile) können auf Knopfdruck einfach aktiviert werden.

 
Produktportfolio

Für den Anschluss an PROFINET stehen folgende Interface Module zur Verfügung:

  • IM 155-5 PN ST

  • IM 155-5 PN HF

Für den Anschluss an PROFIBUS steht folgendes Interface Modul zur Verfügung:

  • IM 155-5 DP ST

Diese Interface Module sind im TIA Portal integriert. Darüber hinaus stehen GSD-Dateien zur Verfügung, mit denen die Interface Module in ein beliebiges Engineering Tool eingebunden und an einer beliebigen Steuerung, die PROFINET bzw. PROIFBUS unterstützt, betrieben werden können.

Das PROFINET High Feature Modul IM155-5PN HF kann zudem an einer S7-400H betrieben werden. Unterstützt wird dabei die sog. „S2-Redundanz“.
Die Projektierung erfolgt dann mittels GSD-Datei und STEP7 5.5, SP3.

Technische Daten

Merkmal

IM 155-5 DP ST

IM 155-5 PN ST

IM 155-5 PN HF

Kommunikation

Funktionalität

Artikelnummer