Intelligente Werkzeuge für effizientes Projektieren

Im Lebenszyklus einer Automatisierungslösung machen dieEngineeringkosten bis zu 50% der Gesamtkosten aus. Wer siespürbar senken will, braucht für die Projektierung einfacheund effiziente Werkzeuge – und eine intuitive Bedienerführung.SIMATIC WinCC bietet beides.

Projektieren ohne Sackgassen

Zeitsparend projektieren heißt: Aufgaben delegieren. SIMATIC WinCC unterstützt den Projektierer mit Wizards (Assistenten)für Routineaufgaben. Ein Beispiel ist der Geräte-Wizard: Bereits beim Anlegen eines Gerätes können die wichtigsten Einstellungen konfiguriert werden. Benutzerdefinierte Einstellungen können gespeichert und beim Anlegen eines weiteren Gerätes direkt übernommen werden. Die erneute Festlegung entfällt. So läßt sich sicherstellen, dass alle Geräte einer Produktionslinie die gleiche Grundkonfiguration und das identische Erscheinungsbild haben.

Häufig existiert bereits ein vergleichbares Visualisierungsprojekt, von dem möglichst viel übernommen werden soll. Selbst wenn dieses für andere Zielgeräte entworfen wurde, bedeutet das nicht, dass die Projektierung wieder von vorne beginnen muss, denn die Projektierung ist frei skalierbar. Im maschinennahen Bereich lassen sich mit der Geräteumschaltung einfach und systemunterstützt die HMI-Zielgeräte wechseln. Dabei liefert das System ausführliche Informationen über mögliche unterschiedliche Funktionalitäten sowie detaillierte Angaben für die Anpassung der Konfigurationen. Durch das einheitliche Engineeringsystem vom Panel bis hin zum SCADA ist auch die Datenübernahme für WinCC Runtime Professional möglich. Anlagenerweiterungen und somit Projektanpassungen können mit geringstem Aufwand durchgeführt werden

Projektieren mit hilfreichen Details

Engineeringzeit ist kostbar und wird doch oft bei zeitraubenden Detailarbeiten vergeudet. Mit komfortablen Funktionen, wie man sie aus spezieller Grafik-Software kennt, wird die Erstellung exakter und optisch ansprechender HMI-Bilder wirkungsvoll unterstützt und beschleunigt. So erlaubt der Grafikeditorz.B. die Ausrichtung und Positionierung von Bildobjekten durch einstellbare Raster, einblendbare Fanglinien und Funktionen wie horizontales und vertikales Zentrieren oder gleichmäßiges Verteilen und Ausrichten an Nachbarobjekten. Zeitraubende manuelle Pixel-Korrekturen entfallen.

Der WinCC Editor "Bilder" unterstützt eine Projektierung in 32 Bildebenen. Bei komplexen Bildern vieler übereinander liegender Objekte lassen sich für eine bessere Übersicht einzelne Ebenen ausblenden. Dazu werden in der TaskCard "Layout" alle Ebenen mit den enthaltenen Bildobjekten übersichtlich dargestellt. Der Editor bietet die Möglichkeit, die Objekte komfortabel zwischen den Ebenen an zentraler Stelle zu verschieben. Die Ebenenzuteilung in den Eigenschaften des Objektes werden automatisch aktualisiert. Dies gilt natürlich auch für gruppierte Objekte. Mittels Drag & Drop lassen sich Einzelobjekte aus der Gruppe bequem entfernen, hinzufügen, herauslösen und verschieben. Die Zusammenstellung beliebiger Bildobjekte in Gruppen erleichtert den Umgang mit vielen einzelnen Elementen.Alle Eigenschaften gruppierter Objekte werden an der Gruppe angezeigt und lassen sich dort verändern, ohne die Gruppe aufzulösen.

Projektieren mit Dynamik

Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Animationen und die Dynamisierung von Objekten keine Spielerei, sondern wirkungsvolle Mittel zur Verbesserung der Bedienergonomie darstellen.
Die Geschwindigkeit, mit der Bediener auf quasi selbsterklärende optische Reize, wie Farbwechsel oder Ein-Ausblenden von Objekten reagieren, ist erheblich höher als jede Interpretation einer Textmeldung und die Gefahr einer Fehlinterpretation ist deutlich geringer.

Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt: mit jedem Bild reduziert sich der Übersetzungsaufwand bei mehrsprachigen Projektierungen. Mit steigender Qualität und Auflösung der Displays von Bediengeräten und verbesserter Performance ergeben sich auch neue Möglichkeiten, komplexere Animationen einzubinden. Mit WinCC wird die Erstellung dynamisierter Objekte in kürzesterZeit erledigt, Programmierkenntnisse sind dabei nicht notwendig. Für viele Standardaufgaben in der Runtime lassen sich vordefinierte Funktionen einfach per Drag & Drop auswählen. Sind die Anforderungen sehr individuell, so können selbstverständlich auch Dynamisierungen auf der Basis eingebundener VB-Skripte realisiert warden.

Projektieren mit Tabellen

Automatisierungsaufgaben lassen sich im Allgemeinen in verschiedene Schwerpunkte gliedern, für die es spezielle Eingabemasken gibt. Editoren für die Bilderstellung, das Alarmsystem, den Variablenhaushalt, die Bausteine, die Gerätekonfiguration etc. Im TIA Portal finden sich an vielen Stellen einheitliche, tabellenbasierte Editoren, die einen schnellen und einfachen Überblick schaffen. Das sofortige Beherrschen von Editoren durch das einheitliche Erscheinungsbild auch beim ersten Öffnen, das gleichzeitiges Ändern vieler Objekte oder auch das einfache Kopieren von Eigenschaften steigert unweigerlich die Effizienz.

Für eine komfortable und schnelle Projektierung von Massendaten stehen im TIA Portal bekannte Office-Funktionalitäten zur Verfügung.
Ein Beispiel: Mit nur einer Mausbewegung erzeugen Sie Hunderte von Variablen - und dies intelligent. Automatisch werden entweder Eigenschaften beibehalten, Objektnamen angepasst oder auch Adressen erhöht. Dabei unterstützt jeder Editor bei der Realisierung einer ganz speziellen Aufgabe z.B. der Alarmeditor bei dem Projektieren von Meldungen. Querbeziehungen zwischen den einzelnen Editoren sind oft aufwändig nachzuvollziehen. Beim WinCC Variableneditor wurde infolgedessen ein objektorientierter Ansatz gewählt. Neben der Konfiguration der Variablen läßt sich zugleich festlegen, ob durch diese Variable eine Meldung ausgelöst werden oder archiviert werden soll. Das hilft nicht nur bei der ersten Erstellung des Projektes sondern auch später beim schnellen Erfassen existierender Projektierungen.