Leistungsfähige Programmiereditoren für effizientes Engineering

SIMATIC STEP 7 (TIA Portal) stellt für die Programmierung der SIMATIC S7-Controller leistungsfähige Programmiereditoren zur Verfügung

  • Strukturierter Text (SCL), Kontaktplan (KOP) und Funktionsplan (FUP) stehen für alle Controller zur Verfügung

  • Anweisungsliste (AWL) und Schrittkettenprogrammierung (GRAPH, SFC) zusätzlich für die Controllerfamilien S7 1500, S7-300, S7-400, WinAC und den S7-1500 Software Controller.

Dem Anwender stehen mit Funktionalitäten wie Drag & Drop, projektweiter Querverweisliste, Autocomplete, etc. für alle Aufgaben intuitive Werkzeuge zur Verfügung. Damit ermöglicht STEP 7 dem Nutzer eine effiziente Erstellung seines Anwenderprogramms. Auch unterschiedliche Programmiersprachen in einem Baustein lassen sich leicht umsetzen.

An Aufgaben und Ablauf angepasste Programmiereditoren und aktuelle Windowstechniken sind die Basis für das intuitive Bedienkonzept von STEP 7 (TIA Portal). Das Einbetten der verschiedenen Editoren in eine gemeinsame Arbeitsumgebung stellt sicher, dass alle Daten dem Anwender konsistent zur Verfügung stehen und der Überblick über die Projektdaten zu jeder Zeit garantiert ist.

Programmbausteine lassen sich jederzeit speichern. Die Fehlersuche wird durch mehrere Hilfsmittel vereinfacht und beschleunigt:ein Syntax-Fenster listet alle Fehler im aktuellen Baustein auf. Es ermöglicht eine einfache Navigation zwischen den Fehlern und verfügt über einen Indikator für fehlerhafte Netzwerke.

KOP und FUP – Grafische Programmiersprachen

Mit STEP 7 (TIA Portal) werden die grafischen Programmiersprachen durch hochperformante und neue Compiler unterstützt. Die leistungsfähigen Werkzeuge und die integrierte Funktionalität wie z. B. indirektes Programmieren steigern die Engeineeringeffizienz bei der Programmerstellung.

Die komfortablen vollgrafischen KOP- und FUP- Editoren bieten sehr gute Übersicht und eine schnelle Navigation im Bausteineditor durch

  • Öffnen und Schließen von ganzen Netzwerken

  • Ein- und Ausblenden von Symbolen und Adressen

  • Direktes Zoomen und speichern von Layouts

  • Vielzahl von Tastatur-Shortcuts

  • Lassofunktion, Kopieren und Einfügen für einzelne Befehle und Befehlsstrukturen

  • Kommentare

  • Eine Calculate-Box, die die direkte Eingabe von Formeln bei der S7-1200 und S7-1500 erlaubt.


SCL – Programmieren komplexer Algorithmen

Die Structured Control Language (SCL) entspricht der in der Norm IEC 61131-3 definierten textuellen Hochsprache ST (Structured Text) und erfüllt den Base Level und den Reusability Level nach PLCopen.
SCL eignet sich insbesondere für die schnelle Programmierung von komplexen Algorithmen und mathematischen Funktionen oder für Aufgabenstellungen aus dem Bereich der Datenverarbeitung. Der SCL-Code ist einfacher, kürzer und übersichtlicher zu realisieren und zu handhaben. Seit der V12 wird die Programmiereffizienz durch einen neuen, hochperformanten SCL-Compiler gesteigert.

Der S7-SCL Editor verfügt über folgende Funktionalitäten:

  • Komplette Programmcode-Bereiche können mit einem Klick deaktiviert/aktiviert werden

  • Schleifen und mehrzeilige Kommentare können auf- und zugeklappt werden

  • Export von SCL-Code

  • Schneller Zugriff auf Variablenteile (Bit, Byte, Word...) mit „Slicing“

  • Online werden die Werte aller Variablen übersichtlich angezeigt

  • SCL-Bausteine lassen sich in anderen STEP 7-Sprachen nutzen

  • Ideal für benutzerdefinierte Funktionsblöcke für Bibliotheken

  • SCL-Bausteine bilden die Basis, um Programmcode zwischen S7-1200, S7-1500, S7-300, S7-400,
    S7-1500 Software PLC und WinAC auszutauschen.

  • Hohe Zeitersparnis im Vergleich zum Programmieren mit KOP/FUP/AWL


AWL – Anweisungsliste

Die textuelle Programmiersprache Anweisungsliste (AWL) ermöglicht das Erstellen von Hardware-nahen Laufzeit- und Speicherplatz-optimierten Anwenderprogrammen.

Hierbei wird der Anwender durch viele neue komfortable Editierfunktionen unterstützt:

  • Intelligente Auswahl von Symbolen aus PLC-Variablen, DBs, Lokalvariablen

  • Übersichtliche Darstellung auch von komplexem Programmcode

  • Code mit einem Klick deaktivieren / aktivieren

  • Anzeige der absoluten Adressen optional zuschaltbar

  • Breakpoints können direkt gesetzt werden

  • Übersichtliche Online Darstellung


GRAPH (SFC) - Programmieren von Schrittketten

Sequential Function Chart (SFC) wird zur Beschreibung sequentieller Abläufe mit alternativen oder parallelen Schrittfolgen verwendet.

Die Abläufe werden übersichtlich und schnell in einer standardisierten Darstellungsart (nach IEC 61131-3, DIN EN 61131) projektiert und programmiert.

Der Prozess wird graphisch beschrieben und dabei in Einzelschritte mit überschaubarem Funktionsumfang zerlegt.

Grundfunktionen

  • Flexibler Schrittkettenaufbau:
    Simultan- und Alternativ-Verzweigungen, Sprünge innerhalb der Ablaufketten, Schritt-Aktivierung
    und -Deaktivierung.

  • Selektive Bearbeitung der Schritte
    Die Bearbeitungszeit einer Schrittkette ist dadurch unabhängig von der Anzahl der Schritte

  • Synchronisation von Automatik- und Handbetrieb:
    Der Prozess ist dann nicht mehr synchron, wenn er im Handbetrieb in einen anderen Zustand gebracht wurde. GRAPH unterstützt das Auffinden von Synchronisationspunkten zur Wiederaufnahme des Automatikbetriebs. Dazu werden die relevanten Schritte markiert. Als Kriterien lassen sich Transitionen oder Verriegelungen definieren

  • In Einzelschrittdarstellung alle Details eines Schritts auf einen Blick

  • Hohe Zeitersparnis im Vergleich zum Programmieren mit KOP/FUP/AWL

Test- und Diagnosefunktionen

Online-Funktionen: Besonders während der Inbetriebnahme führen die Online-Funktionen zu deutlicher Zeiteinsparung. So ist es möglich, aktive Schritte, Status der Verriegelungs-, Überwachungs- und Weiterschaltbedingungen, sowie bereits ausgeführte Aktionen online anzeigen zu lassen.